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Alexander Herrmann

Biografie

E

s gibt eine Frau, bei der Alexander Herrmann ins Schwärmen gerät: Seine Oma Herta. Zur Feier ihres 80. Geburtstags macht sie ihren ersten Fallschirmsprung, drei Jahre später geht sie über glühende Kohlen, mit 90 springt sie zum zweiten Mal vom Himmel. Jetzt wurde sie 100 und weil sie schon überall auf der Welt war, möchte sie nur noch zum Mond fliegen.

Die Abenteuer des fränkischen Sternekochs Alexander Karl Rudolf Herrmann finden auf der Erde statt, genauer am Herd. Am 7. Juni 1971 wird er in Kulmbach geboren. Die Herrmanns führen seit 1869 das Romantik Posthotel Hotel in Wirsberg. Im Alter von neun Jahren verliert der einzige Sohn beide Eltern bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Das Hotel wird von seinem Onkel und seiner Tante übernommen und Alexander wächst in der Großfamilie Posthotel auf. Dabei ist seine wichtigste Bezugsperson und Mutterersatz die Hausdame Monika, mit der er schon im Kindergartenalter gekocht hat.

Bei diesem Umfeld wundert es nicht, dass Alexander Herrmann die Hotelfachschule Bavaria in Altötting besucht und danach eine Ausbildung zum Koch macht. Dieser Weg führt ihn in so renommierte Häuser wie den Scholteshof in Belgien, die Schweizer Stuben in Wertheim und das Romantikhotel Rottner in Nürnberg. Er beendet seine Ausbildung zum Küchen-meister und wird von der bayerischen Regierung als Jahresbester ausgezeichnet. Danach wird er Küchenchef vom “Restaurant Alexander Herrmann” im Familienhotel. Unter seiner Führung wird es mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und vom Gault-Millau für seine “fränkischen Bewusstseinsküche” mit 17 von 20 Punkten bewertet.

Nun ist Alexander Herrmann, der lieber Soaps als Krimis sieht, nicht nur ein Spitzenkoch mit einer eigenständigen Handschrift sondern auch ein telegener Kerl. So kommt es, dass er vom Fernsehen entdeckt wird. Start dieser Karriere ist 1997 das “Kochduell” auf VOX. Dann geht es Schlag auf Schlag: „Kerners Köche“, “Lanz kocht”, “Küchenschlacht” und „Topfgeldjäger“ als Koch und Moderator, „The Taste“, „kitchen impossible“, Koch bei den Olympischen Spielen 2006, Kochspecials mit Mario Barth und Dr. Eckardt von Hirschhausen, Gast bei der “José Carreras Leukämie-Gala“.

Neben diesen, für einen Sternekoch eher klassischen Auftritten, nutzt Alexander Herrmann sein Koch- und Showtalent auch für neue Formen des kulinarischen Entertainments. In seinem Liveprogramm “Sterneküche – Durchgedreht!” präsentiert er eine eigens kreierte “Koch Late Night Show” erfolgreich in der ganzen Bundesrepublik. Für ein edles Ambiente sorgt er regelmäßig im “Palazzo Alexander Herrmann” im Nürnberger Spiegelpalast, wo er ein Revueprogramm aus Akrobatik, Comedy und Show mit einem Vier-Gänge-Menu regionaler Köstlichkeiten präsentiert: “Wie der Franke so isst, so ist auch die Küche – deftig mit einem Füllhorn an Gewürzen.”

Die Kreativität von Alexander Herrmann zeigt sich auch in seinen Kochbüchern. Es entsteht eine neues Genre, das dem Leser zeigt, wie man eigene Gerichte kreiert. Der Meisterkoch stellt Basisrezepte vor, die zu ganz persönlichen Gerichten zusammengestellt werden können. Auf diesem Weg soll dem Leser “kulinarische Intelligenz” vermittelt werden. Drei Bänder sind bisher im Heyne Verlag erschienen. Sie tragen den bezeichnenden Titel “Küchen IQ”. In seinem neuen Werk „Geschmacksgeheimnisse“, welches im Herbst 2016 erscheinen wird, geht es aber vielmehr darum, anspruchsvolles Kochen auch für Laien verständlich zu machen. Er zeigt, wie sich besondere Gaumenfreuden ohne großen Aufwand ganz allein durch außergewöhnliche Aromenkompositionen und eine spezielle Verarbeitung der verwendeten Produkte realisieren lassen.

Wer dem ambitionierten Alexander Herrmann begegnet, spürt, dass er auf dem Weg ist, weiter nach den Sternen zu greifen – womit wir dann ja wieder bei Oma wären.

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